Schulschließung wegen Corona: Informationen für Betriebe

Aktuelle Mitteilungen finden Sie auf der Seite des Bürgerportals des Landes Rheinland-Pfalz

 

Stand: 2020-04-01; 13:01 Uhr

Auch während der geschlossenen Schule können und werden Leistungsfeststellungen in vielfältiger Form von den Schülerinnen und Schülern gefordert. Dies ist rechtlich eindeutig geklärt.

Zitat aus einem Schreiben der ADD vom 01.04.2020

„[…] das EPOS-Schreiben vom 27.03.2020 von Frau Ministerin Hubig hat zunächst zu Irritationen im Bereich BBS geführt. Frau Ministerin Dr. Hubig hat sich in Ihrem Schreiben zur Leistungsfeststellung über die Schularten hinweg grundsätzlich geäußert. Davon unbenommen sind die bisherigen Regelungen für Berufsbildende Schulen gemäß §31 Abs. 2 BBiSSchO. Leistungsfeststellungen sind weiterhin in vielfältigen Formen möglich; auch bei geschlossenen Schulen.“

 

 

Stand: 2020-03-19; 16:40 Uhr

Die Vereinbarung zwischen dem Bildungsministerium und unserem dualen Partnern liegt nun in einer gültigen Fassung vor.

 

Der Text der Vereinbarung zur „Beschulung“ der Azubis im Wortlaut:

 

Betreff: Schulschließungen im Bereich BBS: Bitte um Unterstützung und Information der Ausbilder

 

Sehr geehrte Ausbildungspartner,

 

ich möchte Sie darüber informieren, welche Leitlinien wir für die Zeit der Schulschließungen den berufsbildenden Schulen an die Hand gegeben haben, die im Zuständigkeitsbereich des Bildungsministeriums arbeiten.

 

  1. Auszubildende müssen trotz der Schulschließungen in ihren Ausbildungsbetrieb
  • Auszubildende haben einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen und müssen diesen auch erfüllen.
  • Ob die Ausbildung im Betrieb stattfinden kann, entscheidet der/die jeweilige Arbeitgeber(in). Dabei sind die Regelungen zu beachten, die derzeit auch für alle anderen Teile der Gesellschaft gelten (z.B. Beschäftigung von Risikogruppen/Menschen mit Vorerkrankungen, Kontakt mit infizierten Personen, Hygiene- und Abstandsregelungen). Ggf. ist hier auch die Einschätzung des zuständigen Gesundheitsamtes maßgeblich.

 

  1. Organisation des Lernens während der Schulschließungen
  • Das Lernen findet nicht mehr am physischen Lernort Schule statt, sondern – in durch Lehrkräfte begleiteter Form – im häuslichen und /oder betrieblichen Umfeld. Dazu werden ein pädagogisches Angebot zur Verfügung gestellt und Feedbackstrukturen zur Rückkopplung zwischen Lehrkräften und Auszubildenden eingerichtet. Vom Berufsschultag nach Stundenplan kann ggf. abgewichen werden.
  • Die Lehrkräfte treten mit den Auszubildenden und ggf. Ausbildungsbetrieben beispielsweise per Mail, per Telefon, per Post und in anderer Form, die für die Auszubildenden geeignet ist, in Kontakt. Insbesondere die in den BBS bereits vielerorts etablierten Lernplattformen sollen für die Bereitstellung von Lernaufgaben und Lernmaterialien genutzt werden.

 

  1. Anwendung des Berufsbildungsgesetzes
  • Die Vorgaben für das Lernen im häuslichen/und oder betrieblichen Umfeld ergeben sich aus dem Berufsbildungsgesetz und finden während der Schulschließungen analog Anwendung. Die Auszubildenden haben ihren schulischen Lernaufgaben nachzukommen, auch wenn die Schulgebäude geschlossen sind.

 

  1. Beurlaubungen von der Bearbeitung schulischer Aufgaben
  • Momentan gibt es Betriebe, die jede helfende Hand brauchen, weil sie für die Daseinsvorsorge der Menschen wichtig sind. Die Betriebe können in diesem Fall bei der für sie zuständigen Berufsschule eine Beurlaubung ihrer Auszubildenden aus wichtigen Gründen erwirken. Die im Sinne der Daseinsvorsorge vorgebrachten Gründe sind von der Schule nicht als betriebliche Gründe zu werten. Der Betrieb erhält eine entsprechende Mitteilung durch die Schule.

 

  1. Schülerinnen und Schüler in Altenpflegeberufen
  • Die praktische Ausbildung wird beim Träger der praktischen Ausbildung fortgeführt.
  • Den Schülerinnen und Schülern stehen ebenso – wie den Auszubildenden der BBiG-Berufe – Aufgaben im Rahmen des pädagogischen Angebots der Schule zur Erarbeitung fachtheoretischer Inhalte zur Verfügung. Auch hier gibt es eine Begleitung durch die Lehrkräfte und abgestimmte Feedbackstrukturen.
  • An Stelle von Unterrichtszeiten, die nicht für die Bewältigung der Lernaufgaben benötigt werden, kann unter Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Vorgaben auch ein Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung in der Altenpflege und in der Altenpflegehilfe erfolgen.

 

  1. Betriebspraktika in den Bildungsgängen Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Berufsfachschule 1 (BF1) und höhere Berufsfachschule (HBF)
  • Die Betriebspraktika sind Teil der schulischen Ausbildung. Es finden während der Schulschließungen keine Betriebspraktika statt.
  • Den Schülerinnen und Schülern entstehen dadurch keine Nachteile. Das Ministerium für Bildung arbeitet an Regelungen, wie die versäumten Praktika kompensiert werden können.

 

Ich bitte Sie, die Unternehmen und Ausbildungsträger in Ihrem Zuständigkeitsbereich über die an unsere berufsbildenden Schulen kommunizierten Leitlinien während der Schulschließungen zu informieren. Daneben bitte ich Sie, mich regelmäßig zu Ihren Planungsständen in Bezug auf die Prüfungen im Bereich der BBiG-Berufe zu informieren, damit unsere Schulen diese in geeigneter Form unterstützen können.

 

Der Fachabteilung des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums ist es wichtig, dass die Auszubildenden, die Unternehmen und die Lehrkräfte der berufsbildenden Schulen diese außergewöhnliche Zeit in gegenseitiger Rücksichtnahme und mit pragmatischem Blick für die Bewältigung der zentralen Aufgaben meistern, die sich im Zusammenhang mit der Ausbildung unter den aktuell besonderen Umständen ergeben.

 

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Yvonne Anders

Yvonne Anders

MINISTERIUM FÜR BILDUNG

Mittlere Bleiche 61
55116 Mainz
Telefon +49 (6131) 16 – 2955
yvonne.anders@bm.rlp.de
www.bm.rlp.de

 


Stand: 2020-03-18; 18:15 Uhr

Ergänzung der Vorgaben:

Beurlaubungen

Grundsätzlich sind betriebliche Gründe kein Anlass für eine Befreiung vom Berufsschulunterricht. Wenn aber ein Betrieb gegenüber der Schule darlegt, dass er in der gegenwärtigen Situation seine Auszubildende benötigt, um seinen Aufgaben im Bereich der Daseinsvorsorge nachkommen zu können, kann die Schule von der bisher bestehenden Möglichkeit, Auszubildende aus wichtigen Gründen zu beurlauben, Gebrauch machen.


Stand: 2020-03-18; 17:40 Uhr

Anmerkung: Diese Regelungen ersetzen den Eintrag von 09:10 Uhr mit dem Ziel, den Mailverkehr für die Ausbildungsbetriebe zu reduzieren.

Auf unserer Homepage halten wir die aktuellen Informationen für unsere dualen Partner, unsere Schülerinnen und Schüler sowie unsere Kolleginnen und Kollegen bereit und bitten Sie, dort bei Bedarf nachzulesen, falls Unklarheiten oder Fragen bzgl. der Verfahrensweise während der Schließung unserer Schule auftreten sollten.

  • Alle Azubis der Teilzeitklassen haben von unseren Kolleg(inn)en Material für die Aufbereitung des Lernstoffs erhalten.
  • Eine Regelung für die Azubis der Blockklassen steht noch aus, teilweise haben auch die Azubis der Blockklassen bereits Material erhalten.
  • Sollte Ihr Azubi kein Material erhalten haben oder keinen Kontakt zu seinen Lehrerinnen und Lehrern hergestellt haben, bitten wir darum, dass Sie ihn auffordern, Kontakt mit den entsprechenden Lehrerinnen und Lehrern aufzunehmen. Auf unserer Homepage ist dargelegt, wie eine Kontaktaufnahme erfolgen kann und soll.
  • Um eine Überflutung der Betriebe mit Unterrichtsmaterial zu vermeiden haben wir uns entschlossen, das Material den Azubis zur Verfügung zu stellen und nicht unmittelbar an die Betriebe zu schicken. Sollte in Ihrem Haus Interesse daran bestehen, dieses Material mit ihren Azubis gemeinsam zu bearbeiten, lassen Sie sich die Unterlagen bitte von Ihren Azubis zusenden.
  • Sollten Sie weitere Rückfragen haben, wenden Sie sich bitte an die Klassenleitungen Ihrer Azubis.
  • Die IHK-Prüfungen werden vorerst ausgesetzt bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben.

 


Stand: 2020-03-18; 09:10 Uhr

Die um 09:10 Uhr dargelegten Regelungen wurden durch die um 17:40 Uhr vorgenommenen Einträge ersetzt. Wir haben diese Information in einer Rundmail an alle Ausbildungsbetriebe gesendet, deren Azubis uns eine entsprechende Kontaktadresse bei der Anmeldung mitgeteilt haben.

 

Mittlerweile wurden aussagekräftige, verbindliche Vereinbarungen zwischen den Ministerien und den Kammern in Bezug auf die Beschulung der Auszubildenden getroffen. Es sind jedoch noch nicht alle Fragen abschließend geklärt.

Es folgt eine Kurzfassung des aktuellen Regelungsstandes, der unsere Berufsschüler, Betriebe und die Unterrichtenden betrifft:

  • Bzgl. des Blockunterrichts steht eine Entscheidung noch aus, die entsprechenden Azubis werden gemäß der individuellen Gefahrenabschätzung durch ihre Ausbildungsbetriebe an dem Lernort Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Die Berufsschulen stellen aktuell noch keine Materialien für diese Azubis bereit. Eine Klärung über das weitere Vorgehen steht aus.
  • Azubis, die in Teilzeit (nicht im Blockunterricht) beschult werden, müssen von den Betrieben wöchentlich von Tätigkeiten im Ausbildungsbetrieb freigestellt werden. Diese Freistellung muss im gleichen Umfang erfolgen, wie dies während des regulären Berufsschulbetriebs hätte erfolgen müssen.
    Die Lehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet, für die Azubis Arbeits- und Lernmaterial online bereitzustellen, das einen Lernfortschritt angemessen fördert.
    Die Ausbildungsbetriebe sind von den unterrichtenden Lehrkräften über die bereitgestellten Arbeits- und Lernmaterialien in Kenntnis zu setzen.
  • Die IHK-Prüfungen werden vorerst ausgesetzt bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

Bitte lesen Sie die detaillierteren Vorgaben für die Beschulung und Freistellung der Azubis während der Schließung unserer Schule.

 


Stand: 2020-03-16; 13:45 Uhr

Bei Fragen zu Prüfungsterminen wenden Sie sich bitte an die zuständigen Stellen (HWK, IHK, Kreishandwerkerschaft…).

In welcher Form Unterricht, der aktuell ausfällt, nachgeholt wird, wird zu gegebener Zeit von der ADD uns mitgeteilt und wir werden die Betriebe entsprechend informieren.


Stand: 2020-03-15; 18:45 Uhr

Ab Montag, dem 16.3.2020 bleibt unsere Schule bis auf Weiteres aufgrund einer Anordnung der ADD für Schüler und Schülerinnen geschlossen.

Wir halten Sie über die aktuellsten Entwicklungen und Anweisungen des Ministeriums durch diese Seite auf dem Laufenden.

Aktuell bereiten wir die Möglichkeit vor, Unterrichtsmaterial auf digitalem Weg mit den Schülerinnen und Schülern austauschen zu können. Die Programme und Apps werden den Schülerinnen und Schülern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Viele Lerngruppen nutzen für Ihren Unterricht bereits entsprechende Programmpakete.

Zum aktuellen Zeitpunkt wird noch geklärt, welche Rahmenbedingungen für die Beschulung der Auszubildenden vom Ministerium für Bildung vorgegeben werden. Sobald hier neue Vorgaben vorliegen, werden wir Sie informieren.