Wetterballon der BBS Wittlich erreicht die Stratosphäre

Ein außergewöhnliches Projekt fand an unserer Schule statt: Eine Schüler-AG des beruflichen Gymnasiums, bestehend aus neun engagierten Schülern der gymnasialen Oberstufe, hat gemeinsam mit ihrem betreuenden Lehrer, Herrn Schenk, einen Wetterballon in die Stratosphäre geschickt.

Ziel der AG war es, einen mit wissenschaftlichen Messinstrumenten und Kameras ausgestatteten Wetterballon in die oberen Schichten der Erdatmosphäre aufsteigen zu lassen. Dieses technisch anspruchsvolle Projekt erforderte viel Teamarbeit, Kreativität und fachliches Know-how.

Am 26. Mai war es schließlich so weit: Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel startete die AG ihren Wetterballon.

Beim Start hatte der Ballon einen Durchmesser von etwa 1,2 Metern. Mit zunehmender Höhe dehnte sich das Füllgas aufgrund des sinkenden Luftdrucks immer weiter aus, sodass der Ballon auf ein Vielfaches seiner ursprünglichen Größe anwuchs, bevor er schließlich platzte.

Während Verkehrsflugzeuge normalerweise Flughöhen von etwa 10 bis 12 Kilometern erreichen, stieg der Wetterballon auf rund 38 Kilometer Höhe und damit bis tief in die Stratosphäre auf. In dieser Höhe beträgt der Luftdruck nur noch wenige Prozent des Luftdrucks auf Meereshöhe. Ohne Druckanzug könnte ein Mensch dort nicht überleben. Zudem herrschen Temperaturen von etwa minus 55 Grad Celsius.

Die Aussicht aus dieser Höhe ist beeindruckend: Der Horizont liegt rund 700 Kilometer entfernt, sodass bei guten Sichtverhältnissen ein großer Teil Mitteleuropas zu erkennen ist.

Nach dem Platzen des Ballons begann die Nutzlast – wie bei solchen Projekten üblich – an einem Fallschirm ihren kontrollierten Abstieg zur Erde. Nach einer etwa 50-minütigen Landungphase setzte sie schließlich in der Nähe von Waxweiler auf. Insgesamt war der Wetterballon nach seinem Start auf dem Schulgelände der BBS Wittlich rund 3 Stunden und 15 Minuten unterwegs.

Mit diesem erfolgreichen Projekt haben die Schülerinnen und Schüler der BBS Wittlich eindrucksvoll gezeigt, dass große Ideen und spannende Forschung nicht nur in Laboren oder bei Raumfahrtagenturen entstehen, sondern auch direkt an unserer Schule Wirklichkeit werden können.