Wie kann das Internet der Dinge (IoT) das Leben in Wittlich verbessern? Berufliches Gymnasium entwickelt auf dem Campus Birkenfeld Ideen für eine SmartCity

Über das Internet steuern wir Dinge wie Lichtschalter, Drucker, Kühlschränke usw.: Längst hat das Internet der Dinge mit seiner übergreifenden Vernetzung von Maschinen und Gegenständen unseren Alltag erreicht.  Doch nicht nur in Smart Homes kommt das IoT zum Einsatz, auch in Smart Cities kommunizieren zum Beispiel Mülltonnen, dass sie geleert werden müssen. Mit dieser spannenden und zukunftsweisende Technik beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der 11. Klassenstufe des Beruflichen Gymnasiums der BBS für Umwelt und Technologie Wittlich bei einem Besuch des Umweltcampus Birkenfeld.

Nachdem bereits im Rahmen des Technikunterrichtes der Jahrgangsstufe 11 dieses aktuelle und technologisch anspruchsvolleThema aufgegriffen worden war, hieß es nun für die jungen Forscher: „Raus aus dem Klassenzimmer und auf zum Campus Birkenfeld!“ Um Schüler und Studenten für so ein facettenreiches und technisch komplexes Themengebiet wie das Internet der Dinge zu begeistern, entwickelten die Mitglieder der länderübergreifenden Expertengruppe IoT in Zusammenarbeit mit dem Umweltcampus das innovatives Konzept „IoT-Werkstatt“, das jungen Menschen auf dem neuesten Stand der Technik einen Einblick in die Technologie des Internets der Dinge geben soll.  Die BBS-Wittlich kooperiert unter anderem in diesem Bereich mit einer neuen Laborausstattung mit dem Umweltcampus und wurde von Herrn Professor Gollmer mit einer Schülergruppe in die IoT-Werkstatt eingeladen.

Am Umweltcampus bot sich den Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, um unter Vorgabe eigene Ideen für das Internet der Dinge zu entwickeln, die das Leben in der Heimatstadt verbessern könnten. Zuerst beschäftigten sich die Schüler mit den Fragen, in welche Bereiche des privaten und beruflichen Lebens die Digitalisierung Einfluss hat sowie welche Auswirkungen dies hat und haben wird. Nach einer kurzen Einführung in das IoT-Labor konnten die Schüler ihre ersten Umwelt-Messdaten in die Cloud stellen. Das Didaktische Konzept des IoT-Labors „Learning und Transfering by Making“ mit der eigens dafür entwickelten Hard- und Software, die sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Studenten fast ohne Vorkenntnisse genutzt werden kann, ging hier voll auf. „Ich bin total begeistert von der Welt des Internets der Dinge, es bietet eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten“, so eine Schülerin.

Anschließend entwarf die Gruppe eigene Ideen zur Verbesserung von Wittlich, darunter  Interaktion des Verschmutzungsgrades der Lieser mit stimmungsvoller Beleuchtung in der Stadt, ein Baby-Protection-Assistant, eine spachgesteuerte Rolladen- und Lichtsteuerung, innovatives Parken in Wittlich, eine feinstaub-, CO2 -und lärmabhängige Verkehrsführung entworfen. Die Mitarbeiter des Umweltcampus standen hier als Berater zur Verfügung, un konnten vor allem im Hinblick auf  die technische Realisierung der entwickelten Ideen wertvolle Tipps geben.

Anschließend präsentierten die angereisten Schülerinnen und Schüler ihre Ideen, die erwartete Verbesserungen sowie deren technische Umsetzung.

Die Schülerinnen und Schüler konnten an diesem Tag Einblicke in Anwendungsbereiche erhalten, für deren Realisierung sie sich gerade im Technikunterricht die Grundlagen erarbeiten.  Eine gelungene Verknüpfung von Theorie und Praxis, die mit der neuen Laborausstattung der BBS nun auch im eigenen Haus realisiert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler sowie Herr Schmidt (Techniklehrer) und Herr Arndt (IT-Lehrer) waren zufrieden mit der Veranstaltung. „Wir sehen gespannt den nächsten hausinternen und kooperativen Projekten zum Internet der Dinge mit der Hochschule an der BBS entgegen“, so dass Fazit der beiden betreuenden Lehrkräfte.