Tagesfahrt zur französischen Partnerschule Lycée Julie Daubié in Rombas (Nähe Metz)

„French for ABSOLUTE beginners“: Ein Anfängerkurs Französisch zu Besuch in Rombas/Metz

Um 08:20 Uhr hieß es am 07. Dezember 2017 für uns, die Klasse Bos17a, und eine 13. Klasse des Technischen Gymnasiums, Abfahrt nach Rombas/Metz. Der Besuch unserer französischen Partnerschule, einer Berufsschule – mit anschließendem Ausflug in die Innenstadt von Metz – sollte für uns eine Gelegenheit sein, um unsere neu erworbenen Sprachkenntnisse zu erproben, zu verbessern und erste Kontakte zu französischen Schülern zu knüpfen.

Wir nahmen erst seit knapp drei Monaten am Französischunterricht in der Berufsbildenden Schule Wittlich teil, weshalb wir vor der Tagesfahrt entsprechende Vorbereitungen unter der Leitung von Frau Effling trafen. Zur Hilfe von einfachen Gesprächen erstellten wir individuell ein sogenanntes Buddy-Book. Wir konnten uns darin sämtliche Sätze notieren, die man zum Kennenlernen anderer Personen, einer Schule und zum Erkunden einer Stadt benötigt. Außerdem bekamen wir die Aufgabe, vier typisch französische Delikatessen (cuisses de grenouille, escargots, macarons, pain aux épices) auf dem Weihnachtsmarkt in Metz zu finden und uns mit diesen zu fotografieren.

Der Busfahrer begrüßte uns Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrer Frau Effling, Herrn Schendel und Herrn Bernhard Erschens pünktlich zur Abfahrt an Bord und wir überquerten die luxemburgische Grenze ganz ohne Stau um 09:00 Uhr, die darauf folgende französische Grenze um 09:30 Uhr. Um Punkt 10:00 Uhr erreichten wir dann die Partnerschule in Rombas. Wir wurden gleich freundlich empfangen. Eine Klasse brachte uns in einen Klassenraum. Auf dem Weg dorthin konnten wir gleich schon Werke und eine Halle sehen, die einen Teil der Schule ähnlich wie einen Betrieb aussehen ließen. Das lag daran, dass die Berufsausbildung in Frankreich gänzlich in der Schule stattfindet. Schule in Form von praktischer Arbeit kennen wir Deutsche durch unser duales Ausbildungssystem nicht. Die Schule war zwar sehr groß, jedoch weniger modern als unsere Schule in Wittlich. In dem besagten Klassenraum gab es mittig ein aufwendig vorbereitetes Frühstück mit Baguette und allem, was das Französischschüler-Herz begehrte. Zudem wurde ein Stuhlkreis drum herum gebildet. Es wurde eine kurze Willkommens-Rede von den Lehrern der Partnerschule gehalten, die sich – sehr sympathisch – auch in der deutschen Sprache versuchten. Danach hatten wir Zeit, die Räumlichkeiten zu erkunden und uns mit den französischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern zu unterhalten. Dabei hatte das zuvor unter Vorfreude mühevoll erstellte Buddy-Book leider nicht auf alles eine Antwort, …. aber das liegt sicherlich daran, dass Sprache dynamisch ist und Verständigungsprobleme zum Lernprozess dazu gehören. Eine Sprache zu erlernen bedeutet nämlich auch, Strategien zu entwickeln, um unvorhersehbare Kommunikationssituationen zu meistern – so Frau Effling J

Es war für uns nicht leicht, ohne Englisch voran zu kommen, weil unsere Klasse bisher leider erst seit zwei Monaten Unterricht in Französisch und die Schüler aus Rombas seit drei Jahren Deutschunterricht hatten. Mit einem Mix aus Deutsch, Französisch und Englisch fanden schlussendlich amüsante Gespräche zwischen den deutschen und französischen Schülern statt, bei denen wir alle viel dazugelernt haben und die uns gleichzeitig viel Spaß brachten.

Nachdem sich jeder an dem leckeren Kuchen, Kaffee und an den Baguettes bedient hatte, ging es um 11:20 Uhr weiter nach Metz. Um 11:55 Uhr kamen wir bei Sonnenschein und 7 C° in Metz an. Dann hatten wir Zeit, uns in Gruppen frei in der Stadt zu bewegen. Die Schüler der Partnerschule begleiteten uns und konnten uns hilfreiche Tipps zur Erkundung der Stadt geben. Im Vordergrund standen zuerst die Aufgaben von Frau Effling, französische Delikatessen (Froschschenkel, Schnecken, Macarons und Lebkuchen) zu finden, uns damit zu fotografieren und diese auf freiwilliger Basis gemeinsam zu probieren. So konnte jeder seine eigenen Erfahrungen mit der französischen Esskultur machen. Die Aufgabe brachte uns großen Spaß und wir waren überrascht, wie gut der Mehrzahl von uns die typisch französischen Leckereien schmeckten, obwohl wir – besonders im Hinblick auf Froschschenkel und Schnecken – anfangs eher skeptisch waren. Ganz im Sinne der kulturellen Kompetenz wurden wir eines Besseren belehrt.

Der Weihnachtsmarkt war so früh noch nicht zahlreich besucht. Dadurch war er jedoch noch gemütlicher und wir konnten in Ruhe neue und bekannte Dinge finden und als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Optik des Weihnachtsmarktes erinnerte uns ein bisschen an den Weihnachtsmarkt in Trier, jedoch war er etwas weitläufiger und vor der Kathedrale befand sich ein Riesenrad.

Um 14:00 Uhr trafen wir uns wieder, um gemeinsam die schönste Kirche Frankreichs, die Kathedrale Saint-Etienne (deutsch: Stephansdom) zu besuchen. Die gotische Kirche ist sehr hoch und aufwendig gebaut und wir waren beeindruckt von den gigantischen Orgeln und den bunten Fenstern, die die Kathedrale schmücken. Unserer Meinung nach ein gelungener Abschluss für einen aufregenden Tag mit vielen tollen Eindrücken.

Um 15:30 begann die Rückfahrt, bei der wir zuerst die Schüler aus Rombas wieder an ihrer Schule absetzten, wir von ihnen wiederum sehr nett mit einem Abschlussgetränk und Kuchen verabschiedet wurden und um Punkt 18:00 Uhr kamen wir dann wieder in Wittlich an.

Unser persönliches Fazit:

Wir erhofften uns einen ersten Einblick in die französische Sprache und Kultur zu erhalten, den wir auf jeden Fall bekamen. Wir waren überrascht, wie gut uns die französische Mentalität gefiel und wie erfolgreich wir uns schon nach wenigen Wochen Sprachunterricht im französischen Sprachraum zurechtfinden konnten, ….. für uns als Klasse ist dies rückblickend umso mehr ein Grund, das Erlernen der französischen Sprache fortzuführen und vielleicht ist im nächsten Jahr ja noch einmal ein Plätzchen im Bus für uns frei, wir würden uns jedenfalls sehr freuen!

 

Alors, ….. bon courage et au travail! J

 

La classe BOS 17a, verfasst von Miguel Schubert (BOS 17a)