Ein halber Wimpernschlag

Schüler der BF2 errechnen Nachhallzeit im Lehrerzimmer

Im Rahmen eines freiwilligen Projekts der BF2 bestimmten die Schüler Elisa Becker, Tom Gindorf, Nicole Schneeberg, Jenny Wartke, Ronja Weiskopf und Felix Wolter die Nachhallzeit des Lehrerzimmers an der BBS-Wittlich. Unterstützt wurden sie dabei von Herrn Ripp, Lehrer für berufsbezogenen Unterricht.

Obwohl es bereits eine professionelle Messung der Nachhallzeit durch eine Firma gab, wollte die Schülergruppe möglichst genau den Wert rechnerisch überprüfen.

Zunächst mussten die Oberflächen(Wände, Boden, Decke, Fenster, Türen, Schränke,…) detailliert im Lehrerzimmer aufgemessen, in Skizzen dargestellt und anschließend berechnet werden. Unter Verwendung der Schallabsorptionsgrade der verschiedenen Oberflächenmaterialien wurde anhand aufwändiger Berechnungen ermittelt, wie viel Schall die Oberflächen absorbieren, um daraus die Nachhallzeit zu bestimmen.

Nach Abschluss der Berechnungen erhielten die Schüler das Ergebnis von 0,55 Sekunden Nachhallzeit. Die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, mit der die Schüler gearbeitet haben, zeigt sich daran, dass die Nachhallzeit im Lehrerzimmer von dem professionellen Unternehmen mit 0,6 Sekunden gemessen wurde. Die Schüler haben damit die konkrete Nachhallzeit bis auf 0,05 Sekunden genähert, was hinreichend genau ist. Zum Vergleich: Ein Wimpernschlag des Menschen dauert ca. 0,1 Sekunden. Tom meint dazu selbstbewusst: „Das war doch klar! Wir haben´s halt drauf!“

Darüber hinaus schlugen die Schüler konstruktive Ideen vor, um die Nachhallzeit weiter zu verbessern. Von Nicole stammt zum Beispiel folgende Überlegung: „Man könnte die Magnetwände mit einem dünnen Filz beziehen oder einen Teppich im Raum verlegen, dann würde der Schall besser absorbiert werden. Man muss allerdings bedenken, dass ein Teppich aufgrund hygienischer Vorgaben nur eingeschränkt einsetzbar ist.“

Für die teilnehmenden Schüler hat sich das Projekt auf jeden Fall gelohnt. Nicht nur, dass sie für ihr Engagement eine gute Note im Fach BBU bekamen, sondern sie konnten auch selbstständig, praxisnah und erfolgreich ihr Wissen anwenden und erweitern.