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Ein Tag im Werkstoffkundelabor des Umwelt-Campus Birkenfeld

Prof. Dr. Preußler mit den Schülern der BBS Wittlich in seinem Werkstoffkundelabor

Angewandte Werkstoffkunde des Maschinenbaus konnten die 15 Schüler des Leistungskurses Maschinenbau des Beruflichen Gymnasiums in Wittlich kurz vor ihren wohlverdienten Sommerferien am Umwelt Campus an der Fachhochschule in Birkenfeld praxisnah erleben. Die Exkursion zum Kooperationspartner der BBS nach Birkenfeld fand dieses Jahr erstmalig statt und wurde zur Hälfte vom „Freundeskreis der Berufsbildenden Schule Wittlich e.V.“ finanziert. Auf Einladung von Prof. Dr. Preußler, der Leiter des Werkstoffkundelabors des Fachbereichs Umwelt­planung/Umwelttechnik am Umwelt-Campus Birkenfeld, konnten die Schüler des Leistungskurses die zuvor im Unterricht in Wittlich theoretisch behandelten und berechneten Versuche praktisch im Werkstoffkundelabor durchführen.

Die Einführungsvorlesung

Die Fahrt nach Birkenfeld wurde vom Schulleiter der BBS Wittlich Oberstudiendirektor A. Schmitz angeregt und von dem Leiter des Grundkurses Mathematik Dipl.-Ing. (FH) A. Schwetzler und dem Leiter des diesjährigen Leistungskurses Maschinenbau Dipl.-Wirtsch.-Ing. C. Maurer organisiert, um den Schülern unter anderem die enge Verzahnung von schulischen Inhalten zu Inhalten eines späteren Studiums des Maschinenbaus zu verdeutlichen. Der für die Schüler außergewöhnliche Tag begann morgens um 9h30 mit einer exklusiven einstündigen Vorlesung über „Zerstörende Werkstoffprüfung und mechanische Kennwerte“, die von Prof. Dr. Preußler persönlich in einem Hörsaal der FH gehalten wurde. In der Vorlesung wurden die wichtigsten im Rahmen eines Studiums des Maschinenbaus durch­zuführenden Werkstoffprüfungen eingehend erläutert. Prof. Dr. Preußler gab den Schülern auf diese Weise neben den werkstoffkundlichen Inhalten einen praxisnahen Einblick in die weiteren persönlichen und fachlichen Anforderungen und Voraussetzungen an ein zukünftiges Studium in der Fachrichtung Maschinenbau an der FH Birkenfeld.

Die Schüler führen in Gruppen abwechselnd die verschiedenen Versuche durch

Anschließend teilten sich die Schüler in 3 Gruppen auf und jede Gruppe durfte unter fachkundiger und engagierter Anleitung des Teams von Prof. Dr. Preußler die einzelnen Versuche selbstständig durchführen. Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit konnten die Schüler verschiedene klassische Werkstoffprüfungen des Maschinenbaus durchführen wie den Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy, die Härteprüfung nach Brinell und den Zugversuch.

Das engagierte Team von Prof. Dr. Preußler, v.l.n. r.: Dipl.-Ing. (FH) U. Hein, B.Eng. F. Baer, Student T. Bastuck

Das intensive Arbeiten wurde lediglich für eine 45 minütige Mittagspause unterbrochen, in der die Schüler ihre Kräfte in der Studenten-Mensa für die nächste Versuchsreihe auffrischen konnten. Einen kurzen Einblick in den Tagesablauf können Ihnen auch die anschließenden kommentierten Bilder zeigen. Nähere Informationen zu den eingesetzten Prüfeinrichtungen und -verfahren finden Sie auf der Internetseite von Prof. Dr. Preußler am Umwelt-Campus Birkenfeld unter http://www.umwelt-campus.de/ucb/index.php?id=6889.

Die Berufsbildende Schule Wittlich und alle Beteiligten bedanken sich bei Herrn Prof. Dr. Preußler und seinem engagierten Team für diesen besonderen Tag und hoffen, dass es in Zukunft zu weiteren interessanten Begegnungen von angehenden Abiturienten der BBS Wittlich und dem Umweltcampus Birkenfeld kommen wird.

Das Pendelschlagwerk
Die Zerreißmaschine
Die Härteprüfmaschine

Der Versuch wird vorbereitet. Die Proben werden erwärmt oder abgekühlt. Anschließend wird die Temperatur gemessen. Die Proben werden der Reihe nach in das Pendelschlagwerk eingelegt und vom Schlaghammer zerbrochen.

Die Werte der Kerbschlagarbeit werden an der Skala in Joule abgelesen, die Proben dokumentiert. Das Ergebnis wird vorläufig in Form eines Diagrammes dargestellt, analysiert und fachgerecht erläutert.

Beim Zugversuch wird die Stahlprobe mechanisch eingespannt und solange gedehnt bis sie zerreißt. Die Bruchflächen werden analysiert und die Messwerte am PC ausgewertet. Bei der Härteprüfung drückt eine Hartmetallkugel einen Abdruck in die Probe. Dieser wird mit einem Mikroskop ausgemessen. Mit Hilfe einer Formel wird daraus der Härtewert ermittelt.