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Vom Klassenzimmer ins Berufsleben: Übergänge gestalten – Anschlussfähigkeit sichern

Wie verbessern Schülerinnen und Schüler ihren Übergang ins Berufsleben oder ins Studium und was können Eltern dazu beitragen? Welche Rolle spielen regionale Netzwerke bei der Berufsfindung und welche Rolle kann Schule dabei spielen? Diese Fragen standen im Vordergrund des Elternabends, zu dem das Berufliche Gymnasium am vergangenen Donnerstag eingeladen hatte.

Alexandra Ulrich, Ausbildungskoordinatorin bei der Bitburger Braugruppe, gab den anwesenden Eltern im vollbesetzten Foyer der Schule interessante Tipps für die anstehenden Übergangsentscheidungen ihrer Kinder. „Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Aufgabe ‚Bewerben‘ ernst nimmt. Ein erfolgreicher Schulabschluss ist wesentliche Voraussetzung für die Aufnahme einer beruflichen Ausbildung. Und sollten ihre Kinder total orientierungslos angesichts der Vielzahl an Berufsmöglichkeiten sein, empfehle ich dringend, wann immer es möglich ist, ein Praktikum durchzuführen.“ Praktikumsphasen während der Ferien seien äußerst geeignet sich praxisnah beruflich zu orientieren und Anschlussperspektiven von der Schule in den Beruf kennen zu lernen. Aus dem gleichen Grund empfahl sie den angehenden Abiturienten vor der Aufnahme eines Studiums zunächst eine Ausbildung zu absolvieren.

Auch Andy Bayer, ehemaliger Abiturient des Beruflichen Gymnasiums, nun Bachelor of Engineering und selbstständiger Softwareentwickler, hob die Rolle der Eltern bei der Berufsfindung ihrer Kinder hervor. Er betonte aus eigener Erfahrung, wie wichtig es sei, während der Oberstufe „am Ball zu bleiben“ und stellte besonders die Bedeutung des Faches Englisch in der heutigen globalisierten Welt heraus. „Der Übergang von der Schule in das Studium stellt Schülerinnen und Schüler vor große Herausforderungen, ein bisschen Druck von Seiten der Eltern in dieser Lebensphase kann manchmal nichts schaden“, empfahl er schmunzelnd dem Publikum.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Eltern und Lehrer des Beruflichen Gymnasiums diskutierten miteinander über die beruflichen Perspektiven der Schülerinnen und Schüler. Es herrschte breites Einvernehmen darüber, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit von Schule und Eltern in dieser Entwicklungsphase ist, in der entscheidende Weichen für den weiteren Lebensweg von Jugendlichen in die Arbeitswelt und die Gesellschaft gelegt werden. „Erfahrungen und Informationen austauschen und das Gespräch miteinander pflegen, das sind entscheidende Faktoren im Miteinander von Schule und Elternhaus. Nur in engem Kontakt aller an der Erziehung Beteiligten ist eine erfolgreiche Gestaltung der Schullaufbahn möglich“, so Oberstufenleiter Gregor Jahn. In wechselnden Gesprächsrunden, die von den Lehrern moderiert wurden, hatten die Eltern auch Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. So berichtete ein Vater: „Ich habe meinem Sohn bereits zu Beginn der Oberstufe empfohlen, seine Ideen für die Zukunft in seinem Zimmer auf einem Plakat zu sammeln. Anfangs ging es noch schleppend voran, aber im Lauf der Zeit konnte er seine Zukunftspläne immer stärker konkretisieren und sich Klarheit verschaffen.“

Der Elternabend bot für Eltern und Lehrer einen optimalen Rahmen der Zusammenarbeit und zum Austausch von Erfahrungen und Meinungen rund um die Themen Schule, Kinder und Engagement der Eltern. Entsprechend positiv waren auch die Rückmeldungen für dieses neue Unterstützungsangebot der BBS Wittlich. „Ich habe sehr viele Anregungen und Tipps erhalten, vor allem aber wurde ich durch die Gespräche mit den Lehrern und den anderen Eltern darin bestärkt, wie ich mein Kind weiterhin unterstützen kann“, so eine begeisterte Mutter. „Ich hoffe, die Schule lädt uns bald wieder zu einer solchen Veranstaltung ein.“